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MärchengasseMärchen und Adventszeit – das gehört seit Jahrzehnten zum Magdeburger Weihnachtsmarkt. Bis Ende der 1990er Jahre war es ein Märchenwald, seit einigen Jahren ist die Märchengasse auf dem Alten Markt einer der größten Publikumsmagnete. Hier können, etwas abseits vom Trubel, Familien liebevolle Märchenwelten entdecken. Auf Knopfdruck erwachen sechs beliebte Märchen zum Leben und werden spannend und mit Magdeburger Bezügen erzählt.

Am heutigen Dienstag wurde nun die neue Märchengasse offiziell eröffnet. Und dies im Beisein der Pressesprecher jener Unternehmen, die sie finanziell erst ermöglicht haben: Arno Frommhagen (IG Innenstadt), Matthias Geraldy (Stadtsparkasse Magdeburg), Sophie Kott (IG Innenstadt), Weihnachtsmarkt-Geschäftsführer Paul-Gerhard Stieger, Kornelia Kolberg (Städtische Werke Magdeburg) und Matthias Schenk (WOBAU Magdeburg, auf dem Foto v.l.). Insgesamt wurden 55.000 Euro in die Neugestaltung investiert.

Dier neue Märchengasse löst die in die Jahre gekommenen alten Märchenhütten – quadratisch, praktisch, gut – ab. Die Protagonisten der bisherigen sechs Szenerien zogen aus ihren alten Bretterhütten in wunderschöne neue Holzhäuschen um. Vorteil: Neben der zeitgemäßen Optik muss nun niemand mehr Abend für Abend die Türen der Hütten verschließen – die Helden aus den Märchenbüchern stehen in ihren neuen Häuschen sicher hinter Plexiglas. Ob Schneewittchen oder Sterntaler, der gestiefelte Kater oder Dornröschen, Rumpelstilzchen oder das tapfere Schneiderlein – sie alle schauen scheinbar viel zufriedener in aufgeregte, glückliche Kinderaugen. Neben den schicken Häuschen gibt es in allen Szenerien neue Mechanik für die beweglichen Figuren, neue Licht- und Tontechnik. Geblieben sind einzig die Hauptfiguren der Märchenszenen - und die kleinen Holzzäunchen davor.

„Alles andere ist neu,“ sagt Sophie Kott, die nicht nur als Floristin in ihrer floralen „Gänseblümchen-Werkstatt“, sondern auch bei Dekorationen und Gestaltung kreativ ist. Gemeinsam mit der Buckauer Künstlerin Sarah Krämer vom Atelier „Picsari“ widmete sie sich in den vergangenen Wochen der märchenhaften Gestaltung der neuen Häuschen mit den geschwungenen Dächern. Und das mit soviel Liebe zum Detail, das man stundenlang vor den vier Meter hohen Häuschen stehen könnte und doch immer wieder Neues entdeckt. Da ist ein handgeschriebenes Zauberbuch oder die kleine Maus, die im „Gestiefelten Kater“ unter dem Zauberumhang hervorlugt. Da sind alle sieben – namentlich genannten – Zwerge in „Schneewittchen“, da sind tatsächlich sechs Fliegen und als Highlight die siebente auf dem Pflaumenmußbrot im „Tapferen Schneiderlein“. Da ist ein schlafender Ritter in der „Dornröschen“-Szene und da sind ein gutes Dutzend zuckersüße tierische Waldzuschauer im „Sterntaler“.

Der für den Magdeburger Weihnachtsmarkt zuständige Beigeordnete Holger Platz ist froh über die neue Märchengasse, in der es soviel Spannendes zu entdecken gibt: „Dass wir alle Hütten auf einen Schlag erneuern konnten, verdanken wir in erster Linie der großzügigen Unterstützung der Sponsoren. Dafür sage ich im Namen unserer kleinen Besucher vielen, vielen Dank.“