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Der Magdeburger Weihnachtsmarkt hat nicht nur einen Glühwein-, sondern seit Donnerstag auch einen Bratwurstkönig. Zum ersten Mal in der Geschichte des größten Magdeburger Adventsfestes hatten alle neun Bratwurstanbieter ihre Produkte zur Verkostung abgegeben. Am Ende gewann die einzig nicht vorgebrühte Wurst im Teilnehmerfeld – nämlich die „Thüringer“ von Hedts Rundgrill. Nur ganz knapp dahinter der „Lemsdorfer Lümmel“ nach einem Magdeburger Originalrezept von 1924. Christopher Hedt freute sich über den maximalen Erfolg seiner geadelten Grillware: „Wir verarbeiten ausschließlich Frischwurst. Das ist zwar auf dem Grill eine größere Herausforderung als bei einer vorgebrühten Wurst, aber den Unterschied schmeckt man.“

Sechs echte Wurst-Experten hatten sich zuvor eine Stunde lang auf der Bühne in der „Kaiser-Otto-Pfalz“ durch die neun Bratwürste des Weihnachtsmarktes probiert. Sie wurden direkt vor der Bühne von Fleischermeister Frank Lohmann von der Delikata Fleisch- und Wurstwaren GmbH zubereitet. Ob die Grillware tatsächlich vom Profi gewendet wird, schmeckt so einer wie Juror Nick Polzin, Grillmaster der Grill-Akademie Magdeburg, auf den ersten Biss heraus: „Die meisten Leute machen den Fehler und grillen mit zu hoher Hitze. Wie ein Bier „wachsen“ muss, so braucht auch eine Bratwurst ihre Zeit. 15 Minuten sind dafür perfekt.“ Anerkennung fanden die neuen Magdeburger Bratwürste auch bei einem Herren, der es wissen muss - Gerhard Herbst aus Neudietendorf. Er wurde vor drei Jahren als Gerhard I. erstmals Thüringer Bratwurstkönig und verteidigte seinen Titel 2016: „Ich weiß alles über Thüringens leckerstes Kulturgut.“ Zu den in Magdeburg verkauften Würsten fällte der Experte ein salomonisches Urteil: „Sie haben alle eine ausgezeichnete Qualität und kommen unserer Thüringer schon relativ nah.“ Auch Thomas Mäuer war des Lobes über die lokale Wurstzene voll. Er ist stellv. Leiter des Bratwurstmuseums Thüringen und steht im dort ansässigen Bratwursttheater als „Hans Wurst“ auf der Bühne: „Wer schon immer mal wissen wollte, wie es in einer Bratwurst aussieht, der kann bei uns durch eine durchmarschieren. Aber natürlich haben wir in Holzhausen noch viele weitere tolle Exponate rund um die Bratwurst.“ Über den Magdeburger Weihnachtsmarkt sagte er: „Ein wirklich schöner Markt mit einer gemütlichen Atmosphäre, vielen überraschenden Angeboten und einer großen Vielfalt an kulinarischen Angeboten.“

 

SCM-Linksaußen Robert Weber hatte extra nichts gegessen, damit die neun halben Bratwürste auch ja Platz in seinem Sportlermagen finden: „Morgen ist ja wieder Training, da schwitze ich mir die Dinger wieder raus.“ Zwischen den gut gegarten Bissen plauderten er und die anderen Juroren über ihre Festtagsvorbereitungen, Weihnachtsbräuche und Geschenkideen. Auf die Frage, ob er schon ein Weihnachtsgeschenk für Ehefrau Lisa habe, gestand er: „Ich habe ihr und unserem Sohn Lio zu Geburtstag und Weihnachten einen Kindheitstraum erfüllt: Wir haben uns ein Reitpferd gekauft.“ Ebenfalls keine Probleme wird Grillmaster Nick Polzin mit seiner besseren Hälfte haben: „Ich schenke ihr 15 Paar bunte Strümpfe, die sind doch gerade in.“ Magdeburgs Curry-King Olaf Bernhardt (Curry 54) ist da noch nicht so auf dem Laufenden: „Ich gehe immer erst einen Tag vor Heiligabend los; mal sehen, was mir im Allee-Center ins Auge springt.“ Tradition hat im Hause Bernhardt auch ein Patchwork-Heiligabend: „Da kommen dann alle zusammen, mit denen ich in meinem Leben sehr gut und eng befreundet bin. Dazu gehören natürlich auch meine längeren Beziehungen und meine Kinder.“

Auf die Frage, was Weihnachten bei Dirk Cuno auf den Tisch kommt, gab der Obermeister der Fleischerinnung und Delikata-Geschäftsführer zu Protokoll: „Schlesische Weißwürste mit süßem Senf.“ Und am 1. Feiertag natürlich klassisch die Ente mit Grünkohl.

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